Ausbildung 2026 · Mindestvergütung 724 €

Azubi Gehalt Rechner
Brutto → Netto 2026

Zuletzt aktualisiert: 7. November 2026

Von der Ausbildungsvergütung bleibt mehr übrig als beim normalen Job: reduzierte Sozialabgaben im Übergangsbereich und bis rund 1.450 € gar keine Lohnsteuer.

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Kurzantwort: So viel bleibt von der Ausbildungsvergütung netto

Die gesetzliche Mindestvergütung im 1. Lehrjahr (724 €) ergibt 687,36 € netto. Bei 1.000 € Vergütung bleiben 879,79 € netto, bei 1.200 € sind es 1.019,23 €. Der Grund: Azubis zahlen im sogenannten Übergangsbereich (603,01 € bis 2.000 €) deutlich weniger Sozialabgaben als normale Arbeitnehmer — und Lohnsteuer fällt bis rund 1.450 € Monatsvergütung gar keine an. Berechnen Sie oben Ihr genaues Netto (Annahmen der Beispiele: Steuerklasse 1, GKV, NRW, keine Kirchensteuer, 21 Jahre).

Warum Azubis mehr netto behalten: der Übergangsbereich

Auszubildende sind ab dem ersten Tag in Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung pflichtversichert — ein Minijob ist die Ausbildung nie. Damit die Abzüge bei kleinen Vergütungen nicht überproportional ausfallen, gilt bis 2.000 € der Übergangsbereich (früher Gleitzone): Der Arbeitnehmeranteil an den Sozialbeiträgen steigt gleitend von wenigen Euro bei 724 € auf den vollen Satz bei 2.000 €. Bei 724 € zahlen Sie nur 36,64 € Sozialabgaben — ein normaler Arbeitnehmer mit vollem Beitragssatz müsste rund 158 € zahlen. Sonderfall: Bis 325 € Monatsvergütung (Geringverdienergrenze) übernimmt der Arbeitgeber alle Beiträge allein; in der Praxis liegt die Mindestvergütung 2026 aber deutlich darüber.

Mindestvergütung 2026 — netto auf einen Blick

LehrjahrMindestvergütung bruttoNetto (SK 1)
1. Lehrjahr724 €687 €
2. Lehrjahr854 €778 €
3. Lehrjahr977 €864 €
4. Lehrjahr1.014 €890 €

Gesetzliche Mindestausbildungsvergütung nach § 17 BBiG für Ausbildungsbeginn 2026 (BIBB). Alle Gehälter dazwischen und darüber zeigt die Azubi Netto Tabelle 2026; alle Regeln zur Mindestvergütung der Ratgeber Mindestausbildungsvergütung 2026.

Kindergeld und BAB in der Ausbildung

Zwei Leistungen kommen oft zum Gehalt hinzu: Das Kindergeld (2026: 259 € im Monat) wird während einer ersten Ausbildung bis zum 25. Geburtstag weitergezahlt — unabhängig von der Höhe Ihrer Vergütung. Und wer für die Ausbildung von zu Hause auszieht und dessen Vergütung plus Kindergeld nicht reicht, kann bei der Arbeitsagentur Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) beantragen. Beides wird auf das Netto aus der Vergütung nicht angerechnet.

Häufige Fragen zum Azubi Gehalt

Wie viel netto sind 1.000 € Ausbildungsvergütung?
Von 1.000 € Ausbildungsvergütung bleiben rund 880 € netto (genau 879,79 €, Steuerklasse 1, GKV, NRW, keine Kirchensteuer). Lohnsteuer fällt keine an, die Sozialabgaben sind im Übergangsbereich reduziert.
Zahlen Azubis Lohnsteuer?
Erst ab etwa 1.450 € Monatsvergütung. Bis dahin liegt das Jahreseinkommen nach Abzug der Pauschalen unter dem Grundfreibetrag (2026: 12.348 €), die Lohnsteuer beträgt 0 €. Sozialabgaben zahlen Azubis dagegen ab dem ersten Euro — im Übergangsbereich aber reduziert.
Sind Azubis Minijobber?
Nein. Auszubildende sind ab dem ersten Tag in allen Zweigen der Sozialversicherung pflichtversichert — auch bei einer Vergütung unter 603 €. Die Minijob-Regeln gelten für sie nicht. Bis 325 € Monatsvergütung (Geringverdienergrenze) zahlt der Arbeitgeber alle Beiträge allein.
Wie hoch ist die Mindestausbildungsvergütung 2026?
Für Ausbildungen, die 2026 beginnen: 724 € im 1. Lehrjahr, 854 € im 2., 977 € im 3. und 1.014 € im 4. Lehrjahr (§ 17 BBiG, Sätze des BIBB). Tarifverträge dürfen davon abweichen.
Steigt die Ausbildungsvergütung jedes Jahr?
Ja, die Vergütung muss jährlich steigen. Die gesetzliche Mindestvergütung wächst um 18 % (2. Jahr), 35 % (3. Jahr) und 40 % (4. Jahr) gegenüber dem 1. Lehrjahr. Tarifverträge sehen meist höhere Sätze und Steigerungen vor.