Gehaltserhöhung berechnen · 2026 · Alle Steuerklassen

Gehaltserhöhung Rechner
Wie viel mehr Netto 2026?

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Wie viel Netto bleibt von Ihrer Gehaltserhöhung?

Eine Gehaltserhöhung klingt gut – aber was kommt tatsächlich auf dem Konto an? Aufgrund des progressiven Steuertarifs wird eine Gehaltserhöhung höher besteuert als Ihr Grundgehalt. Das liegt daran, dass die Erhöhung zum bereits bestehenden Einkommen hinzukommt und damit in einem höheren Steuerbereich liegt.

Als Faustregel gilt: Bei mittleren Gehältern (2.500–5.000 Euro brutto) bleiben von einer Gehaltserhöhung rund 45–55% netto übrig. Den Rest nehmen Lohnsteuer und Sozialabgaben.

Gehaltserhöhung Netto-Tabelle 2026

Was bleibt netto bei typischen Gehaltserhöhungen? Steuerklasse 1, GKV, keine Kinder, NRW:

Aktuelles BruttoErhöhung umMehr Netto ca.Netto-Anteil
2.500 €200 €~ 103 €~ 51%
2.500 €500 €~ 248 €~ 50%
3.000 €200 €~ 97 €~ 48%
3.000 €500 €~ 236 €~ 47%
4.000 €500 €~ 226 €~ 45%
4.000 €1.000 €~ 449 €~ 45%
5.000 €500 €~ 215 €~ 43%
5.000 €1.000 €~ 427 €~ 43%

SK 1, GKV, NRW, Geb. 1985. Näherungswerte 2026. Für exaktes Ergebnis: Rechner oben.

So nutzen Sie den Rechner für Gehaltsverhandlungen

Geben Sie Ihr aktuelles Bruttogehalt ein → merken Sie sich das Netto-Ergebnis. Dann geben Sie das gewünschte neue Bruttogehalt ein → vergleichen Sie die Differenz. Das zeigt Ihnen, was von Ihrem Wunschgehalt tatsächlich auf dem Konto ankommt.

Tipp für Gehaltsverhandlungen: Arbeitgeber denken immer in Brutto. Wenn Ihr Ziel 200 Euro mehr netto ist, müssen Sie je nach Steuerklasse etwa 380–450 Euro mehr brutto verhandeln.

Steuerfreie Gehaltsextras statt Gehaltserhöhung

Wer bei einer Gehaltserhöhung verhandelt, kann alternativ oder ergänzend steuerfreie Sachbezüge aushandeln, die zu 100% ankommen – ohne Steuerabzug:

  • Sachbezugsgutschein bis 50 Euro/Monat steuerfrei (Tank, Supermarkt, Amazon)
  • Jobticket (ÖPNV-Abonnement) – vollständig steuer- und abgabenfrei
  • Betriebliche Altersvorsorge – steuer- und sozialabgabenfrei bis 302 Euro/Monat (2026)
  • Homeoffice-Pauschale – kann als Werbungskosten geltend gemacht werden

Beispiel: Ein monatlicher Sachgutschein von 50 Euro kostet den Arbeitgeber genau 50 Euro und kommt bei Ihnen zu 100% an – ohne Steuer. Eine Gehaltserhöhung um 50 Euro brutto bringt Ihnen bei SK 1 nur ca. 24 Euro netto. Sachbezüge sind damit doppelt so effizient.

Häufige Fragen

Was bleibt netto von einer Gehaltserhöhung?
Das hängt vom Grenzsteuersatz ab. Bei einem Bruttogehalt von 3.000 Euro in Steuerklasse 1 werden ca. 50–55% einer Gehaltserhöhung durch Steuern und Abgaben aufgezehrt. Von 200 Euro mehr brutto bleiben rund 90–110 Euro netto übrig. Je höher das Gehalt, desto kleiner der Nettoanteil der Erhöhung.
Wie berechne ich, was von einer Gehaltserhöhung netto bleibt?
Tragen Sie im Rechner Ihr neues (höheres) Bruttogehalt ein und vergleichen Sie das Ergebnis mit Ihrem aktuellen Netto. Die Differenz zeigt, was von der Erhöhung netto bleibt. Der Rechner berücksichtigt automatisch den progressiven Steuertarif 2026.
Lohnt sich eine Gehaltserhöhung wenn man in eine höhere Steuerklasse rutscht?
Ja – immer. Der progressive Steuertarif bedeutet, dass nur der Teil des Einkommens höher besteuert wird, der über eine Grenze hinausgeht. Ihr gesamtes bisheriges Gehalt bleibt gleich besteuert. Sie rutschen außerdem nicht einfach in eine andere Steuerklasse – Steuerklassen hängen vom Familienstand ab, nicht von der Einkommenshöhe.
Wann lohnt sich eine Gehaltsverhandlung besonders?
Besonders lohnenswert sind Gehaltsverhandlungen bei konkreten Erfolgen, bei Jahresgesprächen, nach Übernahme neuer Aufgaben oder beim Jobwechsel. Beim Jobwechsel sind Gehaltssteigerungen von 10–20% üblich.
Wie viel netto bringt 500 Euro mehr brutto?
Das hängt stark von der aktuellen Gehalts- und Steuersituation ab. Bei 3.000 Euro brutto in SK1 bringen 500 Euro mehr ca. 220–260 Euro mehr netto. Bei 5.000 Euro brutto sind es aufgrund des höheren Grenzsteuersatzes nur noch ca. 200–230 Euro mehr netto.
Was ist der Grenzsteuersatz?
Der Grenzsteuersatz ist der Steuersatz, der auf jeden zusätzlichen verdienten Euro anfällt. Er ist bei deutschen Einkommenssteuern progressiv – steigt also mit dem Einkommen. Bei 3.000 Euro brutto liegt er ca. bei 30–35%, bei 5.000 Euro bei 38–42%. Genau deshalb bleibt von einer Gehaltserhöhung prozentual weniger übrig als beim Grundgehalt.