Ratgeber 2026

Mindestlohn 2026

13,90 € pro Stunde — wer hat Anspruch, was bleibt netto und wie entwickelt sich der Mindestlohn.

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Mindestlohn 2026 — 13,90 Euro pro Stunde

Der gesetzliche Mindestlohn beträgt seit 1. Januar 2026 13,90 Euro pro Stunde. Bei 40 Stunden Vollzeit ergibt das ein Bruttogehalt von ca. 2.409 €/Monat. Nach Abzug von Lohnsteuer und allen Sozialversicherungsbeiträgen bleiben in Steuerklasse 1 ca. 1.665 € netto übrig.

Mindestlohn 2026 — alle Kennzahlen

MerkmalWert 2026
Mindestlohn/Stunde12,82 €
Vollzeit 40h brutto/Monat~ 2.409 €
Netto SK 1 (GKV, NRW)~ 1.665 €
Netto SK 3~ 1.890 €
Minijob-Grenze603 €/Monat (ca. 43h)
Jahresbruttogehalt (Vollzeit)~ 26.667 €

Entwicklung des Mindestlohns in Deutschland

JahrMindestlohn/StundeVollzeit brutto/Monat
20229,82 € → 10,45 €~ 1.810 €
2022 (Okt.)12,00 €~ 2.080 €
202412,41 €~ 2.151 €
202512,82 €~ 2.409 €
202612,82 €~ 2.409 €

Wer hat Anspruch auf den Mindestlohn?

Der Mindestlohn gilt für alle Arbeitnehmer in Deutschland — unabhängig von Branche, Betriebsgröße oder Nationalität. Ausnahmen: Unter 18-Jährige ohne Berufsabschluss, Auszubildende (eigene Ausbildungsmindestlöhne), Pflichtpraktikanten und freiwillige Praktikanten bis 3 Monate im Rahmen einer Ausbildung.

Häufige Fragen zum Mindestlohn 2026

Wie hoch ist der Mindestlohn 2026?
13,90 Euro pro Stunde. Bei 40h Vollzeit: ca. 2.409 € brutto/Monat. Netto in SK 1 (GKV, NRW): ca. 1.868 €/Monat.
Gilt der Mindestlohn für Minijobs?
Ja. Der Mindestlohn von 13,90 €/Stunde gilt auch für Minijobber. Bei der Grenze von 603 €/Monat sind maximal ca. 43 Stunden/Monat möglich.
Wann steigt der Mindestlohn wieder?
Die Mindestlohnkommission empfiehlt alle zwei Jahre eine Anpassung. Die nächste Erhöhung ist für 2027 geplant. Die genaue Höhe wird auf Basis der Tarifentwicklung festgelegt.
Was passiert wenn Arbeitgeber den Mindestlohn nicht zahlen?
Bußgelder bis zu 500.000 €. Arbeitnehmer können rückwirkend für 3 Jahre Nachzahlung fordern. Der Zoll kontrolliert die Einhaltung.
Gilt der Mindestlohn auch für Praktikanten?
Nein, nicht für Pflichtpraktika oder freiwillige Praktika bis 3 Monate im Rahmen einer Ausbildung. Freiwillige Praktika über 3 Monate sind hingegen mindestlohnpflichtig.
Was ist der Unterschied zwischen Mindestlohn und Tariflohn?
Der Mindestlohn ist die gesetzliche Untergrenze. Tariflöhne aus Tarifverträgen können deutlich höher sein und gelten für bestimmte Branchen oder Unternehmen. Tariflohn geht immer dem Mindestlohn vor, wenn er höher ist.