Firmenwagen-Rechner 2026

Firmenwagen Rechner 2026: Geldwerter Vorteil berechnen

Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026

Wie viel kostet dich der Dienstwagen wirklich? Berechne den geldwerten Vorteil nach 1-Prozent-Regelung, 0,5 % und 0,25 % – mit Arbeitsweg-Zuschlag und Jahreswert.

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Kurzantwort

Ein Firmenwagen, den du auch privat nutzen darfst, ist steuerlich ein geldwerter Vorteil: Dein Arbeitgeber versteuert ihn jeden Monat als zusätzlichen Arbeitslohn. Die Höhe hängt vom Bruttolistenpreis, der Antriebsart und deinem Arbeitsweg ab. Für Verbrenner gilt die 1-Prozent-Regelung, für Plug-in-Hybride 0,5 % und für Elektroautos 0,25 % – jeweils plus 0,03 % pro Entfernungskilometer für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte. Beispiel: 40.000 € Listenpreis, Verbrenner, 20 km Arbeitsweg = 400 € + 240 € = 640 € geldwerter Vorteil im Monat.

So berechnet sich der geldwerte Vorteil

Der geldwerte Vorteil setzt sich aus zwei Bausteinen zusammen – dem Pauschalwert für die private Nutzung und dem Zuschlag für den Arbeitsweg:

BausteinVerbrennerPlug-in-HybridElektroauto
Private Nutzung (monatlich)1 % des Listenpreises0,5 % des Listenpreises0,25 % des Listenpreises
Arbeitsweg (pro km, monatlich)0,03 % des Listenpreises0,015 % des Listenpreises0,0075 % des Listenpreises

Maßgeblich ist immer der Bruttolistenpreis im Zeitpunkt der Erstzulassung – inklusive Umsatzsteuer und Sonderausstattung, aber ohne Überführungskosten. Rabatte, die dein Arbeitgeber beim Kauf erzielt hat, zählen nicht: Versteuert wird der offizielle Listenpreis. Das ist besonders bei stark rabattierten Modellen schmerzhaft.

Rechenbeispiele: Was kostet dich der Firmenwagen wirklich?

Der geldwerte Vorteil erhöht dein steuerpflichtiges Brutto – du zahlst darauf Lohnsteuer und Sozialabgaben nach deiner Steuerklasse. Drei typische Fälle bei 20 km Arbeitsweg:

FahrzeugListenpreisGeldwerter Vorteil / MonatPro Jahr
Verbrenner (1 %)40.000 €640 €7.680 €
Plug-in-Hybrid (0,5 %)50.000 €400 €4.800 €
Elektroauto (0,25 %)45.000 €180 €2.160 €

Rechenweg Verbrenner: 40.000 € × 1 % = 400 € plus 40.000 € × 0,03 % × 20 km = 240 €. Der Elektro-Vergleich zeigt, warum die 0,25-Prozent-Regelung so attraktiv ist: Bei höherem Listenpreis zahlst du trotzdem nur 180 € im Monat. Wie sich das auf dein Netto auswirkt, zeigt dir der Brutto-Netto-Rechner 2026 – gib dort einfach dein Gehalt plus geldwerten Vorteil als Brutto ein.

1-Prozent-Regelung oder Fahrtenbuch?

Du hast die Wahl zwischen zwei Methoden. Die 1-Prozent-Regelung ist pauschal und unkompliziert – ideal bei hohem Privatanteil. Das Fahrtenbuch lohnt sich, wenn du überwiegend dienstlich fährst: Versteuert wird dann nur der tatsächliche Privatanteil, ermittelt aus den Gesamtkosten des Fahrzeugs. Das Fahrtenbuch muss lückenlos, zeitnah und in geschlossener Form geführt werden – nachträgliche Excel-Tabellen erkennt das Finanzamt nicht an. Elektronische Fahrtenbücher mit manipulationssicherer GPS-Aufzeichnung sind zulässig.

Faustregel: Liegt dein dienstlicher Anteil über etwa 50 %, rechne das Fahrtenbuch durch – darunter ist die Pauschale meist günstiger. Für die Steuererklärung gilt: Alle Details zur Versteuerung findest du auf unserer Übersichtsseite Firmenwagen versteuern 2026.

Worauf du 2026 achten solltest

  • Private Zuzahlungen mindern den geldwerten Vorteil: Zahlst du z. B. 100 € monatlich dazu, werden nur 540 € statt 640 € versteuert.
  • Arbeitgeberzuschuss zum Laden: Strom fürs E-Auto vom Arbeitgeber kann unter bestimmten Voraussetzungen steuerfrei bleiben.
  • Unfallkosten auf Dienstfahrten ersetzt der Arbeitgeber steuerfrei – private Unfallkosten dagegen nicht.
  • Wechsel der Methode (pauschal vs. Fahrtenbuch) ist nur zum Jahreswechsel möglich, nicht unterjährig.

Häufige Fragen

Wie hoch ist der geldwerte Vorteil bei einem Firmenwagen?
Das hängt vom Bruttolistenpreis, der Antriebsart und deinem Arbeitsweg ab. Formel: Listenpreis × Satz (1 % Verbrenner, 0,5 % Plug-in-Hybrid, 0,25 % Elektroauto) plus Listenpreis × 0,03 % × Entfernungskilometer. Beispiel: 40.000 € Verbrenner, 20 km = 400 € + 240 € = 640 € im Monat.
Was bedeutet 1-Prozent-Regelung beim Firmenwagen?
Bei der 1-Prozent-Regelung wird jeden Monat pauschal 1 % des Bruttolistenpreises als geldwerter Vorteil versteuert – zusätzlich 0,03 % pro Entfernungskilometer für den Arbeitsweg. Die Alternative ist das Fahrtenbuch mit Einzelnachweis der Privatfahrten.
Lohnt sich ein Firmenwagen oder lieber Gehaltserhöhung?
Das hängt vom Privatanteil ab. Bei hohem Privatanteil und E-Auto (0,25 %) ist der Firmenwagen meist deutlich günstiger als ein privat gekauftes Auto. Rechne den geldwerten Vorteil oben aus und vergleiche ihn mit den Kosten eines eigenen Wagens (Rate, Versicherung, Sprit, Wertverlust).
Zahlt man auf den Firmenwagen auch Sozialabgaben?
Ja. Der geldwerte Vorteil erhöht dein beitragspflichtiges Brutto – darauf fallen Lohnsteuer und alle Sozialversicherungsbeiträge (Rente, Kranken, Pflege, Arbeitslosen) an. Dein Arbeitgeber zahlt seinen Anteil ebenfalls auf den erhöhten Betrag.
Kann ich die 1-Prozent-Regelung und Fahrtenbuch kombinieren?
Nein. Du musst dich für ein Kalenderjahr auf eine Methode festlegen – ein unterjähriger Wechsel ist ausgeschlossen. Zum Jahreswechsel kannst du neu wählen.
Was passiert mit dem Firmenwagen bei Jobwechsel?
Der geldwerte Vorteil endet mit der Rückgabe des Fahrzeugs. Nutzt du es im Monat des Ausscheidens noch privat, wird der volle Monatswert angesetzt – auch bei Rückgabe zur Monatsmitte.
Quellen: Bundesministerium der Finanzen – BMF-Schreiben zur Firmenwagenbesteuerung; § 8 Abs. 2 EStG (geldwerter Vorteil); § 6 Abs. 1 Nr. 4 EStG (1-Prozent-Regelung, 0,25-%-Regelung für Elektrofahrzeuge).
Berechnungsgrundlagen: BMF-Schreiben zur lohnsteuerlichen Behandlung der Firmenwagennutzung; § 8 Abs. 2 und § 6 Abs. 1 Nr. 4 EStG. Alle Angaben ohne Gewähr – kein Ersatz für Steuerberatung.
Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026.