ab 1. Januar 2026
bei 40h-Woche
1. Januar 2027
Quelle: Bundesregierung, Mindestlohngesetz (MiLoG), Stand Januar 2026
Mindestlohn 2026: Wie viel Netto bleibt übrig?
Seit dem 1. Januar 2026 gilt in Deutschland ein gesetzlicher Mindestlohn von 13,90 Euro brutto pro Stunde. Bei einer regulären 40-Stunden-Woche sind das ungefähr 2.409 Euro brutto im Monat — berechnet mit dem offiziellen Faktor 4,33 Wochen pro Monat (Rechtsgrundlage: MiLoG).
Der Mindestlohn ist immer ein Bruttobetrag. Was tatsächlich auf dem Konto ankommt, hängt von Steuerklasse, Bundesland und Kinderfreibeträgen ab. Als Orientierung: In Steuerklasse 1 bleiben bei 2.409 Euro brutto rund 1.740 bis 1.800 Euro netto. In Steuerklasse 3 deutlich mehr — ca. 2.080 Euro.
Mindestlohn 2026 Netto-Tabelle: alle Steuerklassen
Vollzeit-Mindestlohn (2.409 € brutto/Monat), GKV, keine Kinder, NRW, Geburtsjahr 1985:
| Steuerklasse | Lohnsteuer/Monat | Sozialvers./Monat | Netto/Monat | Für wen? |
|---|---|---|---|---|
| SK 1 | ~ 194 € | ~ 491 € | ~ 1.724 € | Ledig, Single |
| SK 2 | ~ 79 € | ~ 491 € | ~ 1.839 € | Alleinerziehend |
| SK 3 | ~ 0 € | ~ 491 € | ~ 1.918 € | Verh., Hauptverdiener |
| SK 4 | ~ 194 € | ~ 491 € | ~ 1.724 € | Verh., gleich |
| SK 5 | ~ 480 € | ~ 491 € | ~ 1.438 € | Verh., Geringverdiener |
| SK 6 | ~ 560 € | ~ 491 € | ~ 1.358 € | Zweitjob |
GKV · keine Kinder · NRW. Nährungswerte. Für exaktes Ergebnis → Rechner oben nutzen.
Mindestlohn nach Stundenzahl: Teilzeit & Minijob
| Stunden/Woche | Brutto/Monat | Netto SK 1 (ca.) | Beschäftigungsart |
|---|---|---|---|
| 10 h | ~ 603 € | ~ 603 € (Minijob, brutto = netto) | Minijob-Grenze |
| 15 h | ~ 904 € | ~ 762 € | Midijob (Gleitzone) |
| 20 h | ~ 1.204 € | ~ 987 € | Teilzeit |
| 25 h | ~ 1.505 € | ~ 1.202 € | Teilzeit |
| 30 h | ~ 1.806 € | ~ 1.400 € | Teilzeit |
| 38 h | ~ 2.288 € | ~ 1.676 € | Vollzeit (tariflich) |
| 40 h | ~ 2.409 € | ~ 1.724 € | Vollzeit |
Minijob-Grenze 2026: 603 Euro (= ca. 43 Stunden/Monat à 13,90 €). Midijob: 603,01 – 2.000 Euro. Näherungswerte SK 1, GKV, NRW.
Achtung Minijob-Grenze: Die Minijob-Grenze ist 2026 auf 603 Euro gestiegen (dynamisch an den Mindestlohn gekoppelt). Wer zum Mindestlohn von 13,90 Euro/Stunde arbeitet, darf maximal ca. 43 Stunden pro Monat als Minijobber tätig sein, ohne die Grenze zu überschreiten.
Mindestlohn 2026 – Was hat sich gegenüber 2025 geändert?
Der Mindestlohn ist zum 1. Januar 2026 von 12,82 auf 13,90 Euro gestiegen – ein Plus von 1,08 Euro pro Stunde oder rund 8,4 Prozent. Bei einer 40-Stunden-Woche bedeutet das etwa 187 Euro mehr brutto im Monat.
Netto kommen davon je nach Steuerklasse und persönlicher Situation rund 120 bis 160 Euro monatlich mehr an. Für die rund 6 Millionen Beschäftigten, die direkt von der Erhöhung profitieren, ist das eine der spürbarsten Lohnerhöhungen seit Jahren.
| Jahr | Mindestlohn/Stunde | Brutto/Monat (40h) | Veränderung |
|---|---|---|---|
| 2023 | 12,00 € | ~ 2.079 € | +1,00 € |
| 2024 | 12,41 € | ~ 2.150 € | +0,41 € |
| 2025 | 12,82 € | ~ 2.221 € | +0,41 € |
| 2026 | 13,90 € | ~ 2.409 € | +1,08 € |
| 2027 (geplant) | 14,60 € | ~ 2.531 € | +0,70 € |
Für wen gilt der Mindestlohn nicht?
- Auszubildende: Erhalten eine Mindestausbildungsvergütung (2026: 682 Euro im 1. Lehrjahr) – kein Mindestlohn.
- Pflichtpraktika: Praktika im Rahmen einer Schule, Studium oder Ausbildung bis 3 Monate sind ausgenommen.
- Jugendliche unter 18 Jahren ohne abgeschlossene Berufsausbildung.
- Langzeitarbeitslose in den ersten 6 Monaten nach Wiedereinstieg.
- Ehrenamtliche mit einer Ehrenamtspauschale.
Wichtig zu wissen: Trinkgelder, die Kunden direkt zahlen, dürfen nicht auf den Mindestlohn angerechnet werden. Auch Sachleistungen sind grundsätzlich nicht anrechenbar. Der Barlohn muss den Mindestlohn allein erfüllen.
Mindestlohn prüfen – zahlt Ihr Arbeitgeber genug?
Wer auf Stundenbasis bezahlt wird, kann einfach prüfen: Stundenlohn muss mindestens 13,90 Euro betragen. Bei Festgehalt ist es komplizierter: Das monatliche Gehalt geteilt durch die tatsächlich geleisteten Stunden muss ≥ 13,90 Euro ergeben.
Achtung bei Überstunden: Wer regelmäßig mehr arbeitet als vertraglich vereinbart, drückt seinen faktischen Stundenlohn. Wenn ein Festgehalt von 2.400 Euro auf tatsächlich 180 Stunden im Monat aufgeteilt wird, ergibt das nur 13,33 Euro/Stunde — unter dem Mindestlohn. Verstöße können bei der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Zolls gemeldet werden.